1991 Happy End

Eine verkommene Kneipe, „Bill’s Beer Hall“, dient den Gangstern von Chicago als Hauptquartier. Angeführt wird die Bande von der geheimnisvollen Dame in Grau. Wenn sie einen um Feuer bittet, ist dies ein Zeichen für unmittelbare Liquidierung. Diesen Schauplatz betreten nun die Mitglieder der Heilsarmee, deren Bemühungen so lange vergeblich sind, bis Leutnant Lillian HOliday dem Gangsterboss Bill unter Einfluß von dessen Whiskey den anrüchigen Matrosensong vorsingt. Dadurch fällt sie in der Heilsarme in Ungnade und wird verstoßen.

Am Heiligen Abend gelingt der Bande ein erfolgreicher Einbruch. Lillian kann Bill jedoch von dem Einbruch abhalten. Da Bill daraufhin erschossen werden soll, sucht er Schulz bei der Heilsarmee. Hier findet die Dame in Grau ihren verschollen geglaubten Ehemann wieder.

Die Gauner entdecken, dass zwischen ihnen und der Heilsarmee ein Zusammenhang besteht: Beide Gruppen verachten die Banken, in ihren Augen Symbol und Urheber der Unterdrückung armer Menschen. Gemeinsam planen die beiden Gruppen nun die Eröffnung neuer Hauptquartiere im nobelsten Viertel Chicagos, denn dort leben die meisten rettungsbedürftigen Seelen. Lillian wird wieder in die Heilsarmee aufgenommen und heiratet Bill Cracker.

Cast & Crew

Besetzung

Bill Cracker: Andreas Schmidt
Sam Wurlitzer (Mammy): Martin Koob
Dr. Nakamura (Govenor): Till Fischer
Jimmy Dexter (Reverend): Petra Hendrich
Bob Marker (Professor): Jutta Trommershäuser
Johnny Flint (Baby Face): Sven Herchenhein
Lady in Grey (Fly): Anja Herbold
Miriam, Barmaid: Koko Korth
Major Stone: Tanja Menzel
Captain Hannibal Jackson: Peter Merck
Lillian Holiday: Kirsten Hübner, Anna-Maria Vlachou
Sister Mary: Nicole De Bona
Sister Jane: Tanja Napiontek
Brother Ben Owens: Mario Ellensohn
A Cop: Daniela Dobiasch
Ensemble: Tanja Bangel, Andrea Derra, Imke Friedrich, Eva Fricke, Mira Keil, Tanja Knipppel, Mario Künzl, Anke Mandler, Tanja Napiontek, Larissa Schaefer, Silke Wunderlich

Band

Piano: Peter Marschall
Flöte: Naja Sellmann
Gitarre: Hendrik Meyer-Lückel
Schlagzeug: Bodo Neumann
Akkordeon: Sabine Pohl
Keyboard: Oliver Pfaff
Saxophon: Michael Peter
Chor: Daniel Engelmann, Katja Keiner

Kreatives Team

Musikalische Leitung: Peter Marschall
Inszenierung: Peter Merck
Regieassistenz: Anja Herbold, Martin Kobb
Choreographie: Oliver Mühig
Bühnenbild: Gaby Czybik, Martin Koob
Chorleitung: Uta Hinz
Kostüme: Anja Herbold

Die Musik von Kurt Weil

Weills Musik besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Da sind die Heilsarmee-Choräle, prachtvolle Parodien auf religiös-eifernde Musik herkömmlicher Prägung, unisono im hohen Sopran. Daneben hat das Stück sechs große Songs und Lieder, die Weill auf dem Höhepunkt seinen Songstils zeigen und die das Stück bis heute überdauern. Das „Lied des Branntweinhändlers“ (Liquid Dealer’s Dream) und das „Lied von der harten Nuß“ (Big Shot) haben nicht so weite Verbreitung erfahren wie die übrigen vier Stücke, von denen der „Song von Mandalay“ in erweiterter und geänderter Form auch in die „Mahagonny“- Oper Eingang gefunden hat.