Buch: Berthold Brecht
Musik: Kurt Weil
Gesangstext: Dorothy Lane
Uraufführung: 02.09.1929, Theater am Schiffbauerdamm Berlin
24. und 25. Mai 1991 in der Aula der Goetheschule Wetzlar
Anschließend Gastspiel im Amerikanischen Kellertheater Gießen

Regie: Peter Merck
Musikalische Leitung: Peter Marschall

Handlung

Eine verkommene Kneipe, “Bill’s Beer Hall”, dient den Gangstern von Chicago als Hauptquartier. Angeführt wird die Bande von der geheimnisvollen Dame in Grau. Wenn sie einen um Feuer bittet, ist dies ein Zeichen für unmittelbare Liquidierung. Diesen Schauplatz betreten nun die Mitglieder der Heilsarmee, deren Bemühungen so lange vergeblich sind, bis Leutnant Lillian HOliday dem Gangsterboss Bill unter Einfluß von dessen Whiskey den anrüchigen Matrosensong vorsingt. Dadurch fällt sie in der Heilsarme in Ungnade und wird verstoßen.

Am Heiligen Abend gelingt der Bande ein erfolgreicher Einbruch. Lillian kann Bill jedoch von dem Einbruch abhalten. Da Bill daraufhin erschossen werden soll, sucht er Schulz bei der Heilsarmee. Hier findet die Dame in Grau ihren verschollen geglaubten Ehemann wieder.

Die Gauner entdecken, dass zwischen ihnen und der Heilsarmee ein Zusammenhang besteht: Beide Gruppen verachten die Banken, in ihren Augen Symbol und Urheber der Unterdrückung armer Menschen. Gemeinsam planen die beiden Gruppen nun die Eröffnung neuer Hauptquartiere im nobelsten Viertel Chicagos, denn dort leben die meisten rettungsbedürftigen Seelen. Lillian wird wieder in die Heilsarmee aufgenommen und heiratet Bill Cracker.

Die Musik von Kurt Weil

Weills Musik besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Da sind die Heilsarmee-Choräle, prachtvolle Parodien auf religiös-eifernde Musik herkömmlicher Prägung, unisono im hohen Sopran. Daneben hat das Stück sechs große Songs und Lieder, die Weill auf dem Höhepunkt seinen Songstils zeigen und die das Stück bis heute überdauern. Das “Lied des Branntweinhändlers” (Liquid Dealer’s Dream) und das “Lied von der harten Nuß” (Big Shot) haben nicht so weite Verbreitung erfahren wie die übrigen vier Stücke, von denen der “Song von Mandalay” in erweiterter und geänderter Form auch in die “Mahagonny”- Oper Eingang gefunden hat.

Fotos

Besetzung

Bill Cracker: Andreas Schmidt

Sam Wurlitzer (Mammy): Martin Koob

Dr. Nakamura (Govenor): Till Fischer

Jimmy Dexter (Reverend): Petra Hendrich

Bob Marker (Professor): Jutta Trommershäuser

Johnny Flint (Baby Face): Sven Herchenhein

Lady in Grey (Fly): Anja Herbold

Miriam, Barmaid: Koko Korth

Major Stone: Tanja Menzel

Captain Hannibal Jackson: Peter Merck

Lillian Holiday: Kirsten Hübner, Anna-Maria Vlachou

Sister Mary: Nicole De Bona

Sister Jane: Tanja Napiontek

Brother Ben Owens: Mario Ellensohn

A Cop: Daniela Dobiasch

Ensemble: Tanja Bangel, Andrea Derra, Imke Friedrich, Eva Fricke, Mira Keil, Tanja Knipppel, Mario Künzl, Anke Mandler, Tanja Napiontek, Larissa Schaefer, Silke Wunderlich

Band

Piano: Peter Marschall

Flöte: Naja Sellmann

Gitarre: Hendrik Meyer-Lückel

Schlagzeug: Bodo Neumann

Akkordeon: Sabine Pohl

Keyboard: Oliver Pfaff

Saxophon: Michael Peter

Chor: Daniel Engelmann, Katja Keiner

Kreatives Team

Musikalische Leitung: Peter Marschall

Inszenierung: Peter Merck

Regieassistenz: Anja Herbold, Martin Kobb

Choreographie: Oliver Mühig

Bühnenbild: Gaby Czybik, Martin Koob

Chorleitung: Uta Hinz

Kostüme: Anja Herbold

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