Handlung
1. Akt
Wendla Bergmann bittet ihre Mutter darum, ihr zu erklären, woher Kinder kommen, doch Frau Bergmann kann sich jedoch nicht dazu durchringen, ihre Tochter aufzuklären und weicht der Bitte aus.
Zugleich leidet eine Gruppe Jungen unter dem starken Druck der Schule, darunter Melchior Gabor und Moritz Stiefel. Moritz hat große Probleme in der Schule und zudem machen ihm erotische Träume zu schaffen. Melchior ist im Gegensatz zu ihm eine wahrer Freidenker – was ihm auch Ärger mit Lehrern beschert – und zudem sexuell aufgeklärt. Er verfasst für Moritz einen Aufsatz mitsamt Bildern.
Wendlas Freundin Martha enthüllt, dass sie von ihrem Vater missbraucht wird. Wendla empfindet tiefes Mitgefühl und zugleich Unverständnis. Als sie im Wald Melchior trifft, bittet sie ihn, sie zu schlagen, um herauszufinden, was Martha empfindet, was dieser ablehnt. Auf ihr Drängen hin, schlägt er sie schließlich und läuft verstört davon.
Moritz hat unterdessen herausgefunden, dass er nicht versetzt wird. Da er nicht auf das Verständnis seines Vaters zählen kann und auch sein Plan, nach Amerika zu fliehen, nicht umsetzbar ist, beschließt er, sich umzubringen.
Als Wendla und Melchior sich wieder treffen, kommen sich beide sehr nahe und obwohl zumindest Wendla die Bedeutung ihres Vorgehens nicht klar ist, schlafen sie miteinander.
2. Akt
Moritz wandert mit einer Pistole alleine draußen herum, als er Ilse trifft, die unter Künstlern lebt. Doch Moritz geht auf ihr Angebot, mit ihr zu kommen, nicht ein. Zu spät bereut er seine Entscheidung: Als Ilse fort ist, erschießt er sich.
Die Schule führt aufgrund von Moritz‘ Selbstmord eine Untersuchung durch, die enthüllt, dass Melchior Moritz Briefe zur sexuellen Aufklärung schrieb. Man gibt ihm keine Möglichkeit zur Rechtfertigung, sondern verweist ihn der Schule.
Gleichzeitig kommen sich seine Klassenkameraden Hänschen und Ernst näher und teilen ihre Liebe.
Als herauskommt, dass Wendla von Melchior schwanger ist, entschließen sich Melchiors Eltern, ihren Sohn in eine Korrektionsanstalt zu schicken. Wendlas Mutter initiiert eine Abtreibung.
Melchior schafft es jedoch, aus der Anstalt zu entkommen und schreibt Wendla, um sich mit ihr auf einem Friedhof zu treffen. Doch sie hat die Abtreibung nicht überlebt und Melchior entdeckt nur das Grab von ihr und das von Moritz. In seiner Verzweiflung beschließt Melchior, sich umzubringen, doch die Geister von Wendla und Moritz steigen aus ihren Gräbern auf und überzeugen ihn davon, weiter zu leben und die Erinnerung an sie wach zu halten.



